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Iran kommt wegen umstrittener Atompolitik vor Weltsicherheitsrat

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Iran kommt wegen umstrittener Atompolitik vor Weltsicherheitsrat

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Der Iran kommt wegen seiner umstrittenen Atompolitik vor den Weltsicherheitsrat. Das machten beim Treffen des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEO in Wien übereinstimmend Vertreter der USA und der Europäischen Union deutlich. Damit sind die Vermittlungsversuche von IAEO-Chef Mohammed el-Baradei endgültig gescheitert. Er rief beide Parteien im Atomstreit zu Mäßigung auf.

Russland kündigte bereits an, weder Sanktionen des Weltsicherheitsrates noch möglichen Militärschlägen gegen den Iran zustimmen zu wollen. Der amerikanische Botschafter bei der IAEO, Gregory Schulte, warf dem Iran vor, anstatt das Vertrauen der Welt zurückgewinnen zu wollen, strebten dessen Führer weiter nach der Anreicherung von Uran. Schritt für Schritt wollten sie Material, Technologie und Wissen zum Bau von Atomwaffen erlangen.

Teherans Botschafter in Wien, Ali Asgahar Soltanijeh, machte deutlich, dass sein Land einer friedlichen Lösung verpflichtet sei und noch immer für positive Gesten offen sei. Er warne die andere Seite jedoch davor, die Lage zu verschlechtern und eskalieren zu lassen. Unmittelbar vor Beginn der Sitzung des Gouverneursrates hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad eine deutliche Warnung an den Westen gerichtet.

Man werde ungeachtet der Einschaltung des Sicherheitsrates die Urananreicherung zu Forschungszwecken fortsetzen. Jeder, der die Rechte des Irans verletzten wolle, werde das bald bereuen, so der Präsident.