Eilmeldung

Eilmeldung

Kein neues russisches Kompromissangebot im Atomstreit

Sie lesen gerade:

Kein neues russisches Kompromissangebot im Atomstreit

Schriftgrösse Aa Aa

Moskau sieht kaum mehr eine Chance auf eine friedliche Einigung im Atomstreit zwischen dem Westen und dem Iran. Dies wurde am Rande eines Besuchs des russischen Außenministers Sergej Lawrow in Washington deutlich. Entgegen entsprechender Berichte gebe es kein neues Kompromissangebot seitens der russischen Regierung, wonach dem Iran in sehr eingeschränktem Umfang die Urananreicherung doch erlaubt werden soll, hieß es. Gäbe es tatsächlich einen solchen Kompromissvorschlage – die US-Regierung würde ihn nicht akzeptieren. So warnte Vizepräsident Dick Cheney Teheran erneut vor schwerwiegenden Konsequenzen:

“Das iranische Regime muss wissen, dass, wenn es auf seinem bisherigen Kurs bleibt, die internationale Gemeinschaft auf bedeutsame Konsequenzen vorbereitet ist. Alle Optionen liegen weiterhin auf dem Tisch.” Der Chef der Internationalen Atom-Energie-Behörde, Mohammed El Baradei, erklärte hingegen, ein erweitertes russisches Kompromissangebot könnte akzeptabel sein, wenn Teheran im Gegenzug umfassende Inspektionen seitens der IAEA zuließe. Außerdem soll weiter der Löwenanteil der iranischen Urananreicherung auf russischem Boden vorgenommen werden. Findet die IAEA keine Lösung im Konflikt, könnte der Weltsicherheitsrat eingeschaltet werden.