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Atomstreit vor dem Weltsicherheitsrat

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Atomstreit vor dem Weltsicherheitsrat

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Der Atomstreit mit dem Iran kommt vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, allerdings wird das höchste UN-Gremium wohl zunächst keine Maßnahmen ergreifen. Denn während beispielsweise die USA von der UNO verlangen, nun klare Aktionen in die Wege zu leiten, lehnten andere Nationen mögliche Sanktionen gegen den Iran bereits indirekt ab. So ließ der russische Außenminister Iwan Lawrow durchblicken, einer solchen Resolution im Sicherheitsrat nicht zuzustimmen: Sanktionen als ein Mittel zur Lösung von Konflikten hätten in der jüngeren Geschichte noch nie zum Ziel geführt. Der Chef der Internationalen Atom-Energie-Behörde, Mohammed El Baradei, kündigte an, seinen Iran-Bericht nun so schnell wie möglich an den Sicherheitsrat weiterzuleiten.

Er hoffe weiter auf eine diplomatische Lösung am Verhandlungstisch: “Wir müssen jetzt einen kühlen Kopf behalten und den Ton mildern. Wir müssen jetzt sehen, wie wir weiter kommen. Natürlich dauert das etwas Zeit, das Problem wird nicht morgen gelöst werden.” Der Iran reagierte mit indirekten Drohungen auf die Entscheidung, den Weltsicherheitsrat nun endgültig einzuschalten. So sagte ein iranischer Sprecher in Wien: “Die USA mögen die Macht haben, Leiden und Schmerz zu verursachen, sie sind aber auch selbst nicht gegen Leid und Schmerz gefeit.” Und auch der iranische Präsident, Mahmud Ahmadinedschad, betonte erneut, sein Land lasse sich nicht erpressen. Teheran habe das Recht auf die friedliche Nutzung von Atomenergie. Wer die Rechte des Landes verletze, der bekommen den Zorn des Iran zu spüren.