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Generalstreik für bessere Haftbedindungen von ETA-Gefangenen

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Generalstreik für bessere Haftbedindungen von ETA-Gefangenen

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Die baskische Untergrundorganisation ETA hat eine Serie von Anschlägen in Nordspanien verübt. Der erste Sprengsatz ging bei der Autobahn 8 von Bilbao nach Santander hoch. Dabei wurde niemand verletzt und es entstand nur ein geringer Sachschaden. Die zweite Bombe explodierte an einer Landstraße bei Viana.

Zuvor hatte die ETA telefonisch vor vier Anschlägen in Nordspanien gewarnt. Die Explosionen fallen zusammen mit einem Generalstreik im Baskenland, zu dem die verbotene ETA-nahe Separatistenpartei Batasuna aufgerufen hatte. Hintergrund der Proteste sind zwei Todesfälle von ETA-Häftlingen: In der vorigen Woche hatte sich ein Mitglied der Untergrundorganisation im Gefängnis das Leben genommen, ein weiteres starb an einem Herzinfarkt. Die ETA macht die Haftbedingungen für die Todesfälle verantwortlich. Gleichzeitig wollen die Streikenden erreichen, dass die Häftlinge in Gefängnisse in der Nähe ihrer Angehörigen verlegt werden. Bislang sind die meisten aus Sicherheitsgründen außerhalb des Baskenlandes inhaftiert. Aber der Protest richtet sich auch gegen die Polizeimaßnahmen auf einer Großkundgebung vom Samstag: Zu Ehren der Toten hatten sich Basken in mehreren Städten versammelt – trotz des Verbots der Regionalregierung. Als Sicherheitskräfte die Demonstration auflösen wollten, kam es zu Ausschreitungen.