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Spanische Regierung verurteilt ETA-Anschlagsserie

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Spanische Regierung verurteilt ETA-Anschlagsserie

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Zum Auftakt eines Proteststreiks im Baskenland hat die Untergrundorganisation ETA zwei Bombenanschläge in Nordspanien verübt. Beide Sprengsätze gingen am Vormittag an Verkehrsachsen in den Regionen Kantabrien und Navarra hoch, es gab weder Verletzte noch großen Sachschaden.

Zuvor hatte es einen anonymen Anruf gegeben, der vor mehreren Bombenexplosionen warnte und Angaben zum Tatort machte. Daraufhin riegelte die Polizei die betroffenen Gebiete großräumig ab. Die spanische Regierung verurteilte die Anschläge aufs Schärfste: “Ich wiederhole es noch mal: Es handelt sich um ein Attentat gegen die Demokratie, die Freiheit und die Rechte der Bevölkerung. Ich will den Terroristen sagen, dass ein Rechtsstaat nicht einen Milimeter nachgibt im Kampf gegen den Terrorismus. Außerdem ist das Ziel der Eta missglückt, mit ihrem Generalstreik für Aufsehen zu sorgen.” Ein Generalstreik, der auf die Haftbedingungen von ETA Häftlingen aufmerksam machen soll. An ihm beteiligten sich nach offiziellen Angaben jedoch lediglich nur 0,5 bis 4 Prozent der Beschäftigten. In der vergangenen Woche hatte sich ein Mitglied der Untergrundorganisation in einem Gefängnis das Leben genommen und ein weiteres war an einem Herzinfarkt gestorben. Die ETA hatte daraufhin die Haftbedingungen für die Todesfälle verantworlich gemacht. Danach war es in mehreren spanischen Städten zu Ausschreitungen zwischen baskischen Demonstranten und der Polizei gekommen.