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Vogelgrippe erstmals bei Steinmarder festgestellt

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Vogelgrippe erstmals bei Steinmarder festgestellt

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Auf der deutschen Ostsee-Insel Rügen ist die Vogelgrippe bei einem Steinmarder nachgewiesen worden. Die Seuche, die in Deutschland fast nur bei Wildvögeln aufgetreten ist, hat damit ein zweites Säugetier erfasst. Der Steinmarder – auch Hausmarder genannt – wurde am 2.März noch lebend in dem Gebiet der Wittower Fähre gefunden, wie zuvor schon die mit dem Virus H5N1 infizierten Katzen.

Die genaue Virusvariante ist bei dem Marder noch nicht bestimmt.Unterdessen bestätigte das EU-Referenzlabor im englischen Weybridge den ersten Fall einer H5N1-Infektion in Serbien. Das Virus wurde bei einem verendeten Schwan nachgewiesen. Die serbischen Behörden äusserten die Vermutung, dass ein weiterer, andernorts gefundener Schwan ebenfalls mit dem Virus infiziert war. In denn betroffenen Gebieten wurden Ueberwachungszonen eingerichtet.

In Belgien ergaben Laboruntersuchungen, dass ein kürzlich aus China zurückgekehrter Mann nicht mit der Vogelgrippe infiziert ist. Das Brüsseler Universitätsklinikum St Pierre hatte dies bereits gestern als sehr unwahrscheinlich bezeichnet. Die Gesundheitsbehörde der Kaukasusrepublik Aserbaidschan teilte mit, sie werde Proben von mindestens zehn Patienten wegen Vogelgrippe-Verdachts zur Labor-Analyse nach Grossbritannien schicken; drei der Patienten seien bereits verstorben.