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Haftstrafen in niederländischem Terrorismusprozess

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Haftstrafen in niederländischem Terrorismusprozess

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In Amsterdam hat ein Gericht im Prozess um eine Gruppe islamischer Extremisten zum Teil lange Haftstrafen verhängt. Vier von 14 Angeklagten wurden frei gesprochen, die anderen müssen wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung – der sogenannten Hofstad-Gruppe – und weiterer Straftaten zwischen einem Jahr und 15 Jahren ins Gefängnis.

Als Anführer der Gruppe bezeichnete das Gericht Mohammed Bouyeri, den Mörder des islamkritischen Regisseurs Theo van Gogh. Da Bouyeri bereits in einem anderen Verfahren zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden ist, konnte seine Strafe nicht weiter verschärft werden. Die höchsten Strafen – 13 beziehungsweise 15 Jahre Haft – erhielten zwei Angeklagte, die bei ihrer Festnahme wenige Tage nach dem Mord an Theo van Gogh im November 2004 eine Handgranate auf Polizisten geworfen hatten.

Es wurde zwar niemand verletzt, doch das Gericht wertete die Tat als Mordversuch. Ein weiterer Angeklagter, der bei seiner Festnahme eine durchgeladene Maschinenpistole bei sich trug, muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Sechs Angeklagte wurden allein für ihre Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung mit Haft zwischen einem und zwei Jahren bestraft.