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Scharfes Wortgefecht um Iranisches Atomprogramm - Sanktionen nicht in Sicht

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Scharfes Wortgefecht um Iranisches Atomprogramm - Sanktionen nicht in Sicht

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Nach der Überweisung des Atomstreits an den Weltsicherheitsrat hat der Iran den Westen erneut vor möglichen Sanktionen gewarnt. Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad erklärte, der Iran werde sich keinerlei Druck beugen. Der Westen sei im Falle von Sanktionen verletzlicher als der Iran.

Bei einer Anhörung im Kongress bezeichnete US-Außenministerin Condoleezza Rice den Iran als größte Herausforderung für die USA: “Dies ist ein Land, das entschlossen zu sein scheint, gegen den Willen der Völkergemeinschaft Nuklearwaffen zu entwickeln. Das Land ist die Zentralbank der Terroristen”, sagte Rice. Trotz verschärfter Rhetorik, so Beobachter, hoffen die USA aber weiter auf eine diplomatische Lösung, wie sie auch der russische Außenminister Sergei Lawrow favorisiert: “Das Vorgehen ist verkehrt. Mit Sanktionen wird kein Problem gelöst. Wir wollen niemanden daran erinnern, wer in der Irak-Krise recht hatte”, sagte Lawrow gegenüber dem Fernsehsender RTR. Auch UN-Generalsekretär Kofi Annan glaubt nicht daran, dass der Weltsicherheitsrat in absehbarer Zeit Sanktionen gegen den Iran beschließen wird. Davon, so Annan sei man weit, weit entfernt.