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Verschärfte Rhetorik im Atomstreit

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Verschärfte Rhetorik im Atomstreit

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Die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates kommen erneut zusammen, um über den Atomstreit mit dem Iran zu beraten. Bislang hoffen die Vereinten Nationen weiter auf eine diplomatische Lösung. Es wird eine Erklärung vorbereitet, die die Internationale Atomenergiebehörde stärken und den Druck auf den Iran erhöhen soll, bevor mögliche Sanktionen ins Gespräch kommen.

Die USA hingegen verschärften ihre Rhetorik im Atomstreit. Nach Worten der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice stellt der Iran die größte Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar. Unterdessen warnte Teheran den Westen erneut vor möglichen Sanktionen. Staatspräsident Machmud Achmadinedschad wiederholte, der Iran werde sich keinem Druck beugen. Der Atomstreit dominierte auch die iranischen Tageszeitungen. Trotz festgefahrener Positionen hofft die iranische Bevölkerung noch auf einen Kompromiss, wie ein Arzt aus Teheran: “Durch Gespräche zwischen der iranischen Regierung, der EU und den USA wird das Problem ganz langsam entschärft und es kann eine Lösung auf den Weg gebracht werden.” Laut einer Studentin sollte die Regierung in Teheran ihre Haltung im Atomstreit überdenken, weil sie nicht dem iranischen Volk diene. Unterdessen bleibt Israel hart im Atomkonflikt. Die Regierung in Jerusalembetonte, dass schneller gehandelt und weniger debattiert werden müsse.