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Schwere Studentenunruhen in Frankreich

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Schwere Studentenunruhen in Frankreich

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Tausende Studenten in ganz Frankreich haben am Freitag gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung protestiert. Vor der berühmten Sorbonne in Paris kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mit Tränengas und Schlagstöcken versuchten die Sicherheitskräfte, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Studenten und Gewerkschaften fordern die Rücknahme der umstrittenen Reform. Sie protestieren vor allem gegen die Aufhebung des Kündingungsschutzes für Berufseinsteiger. Mit dieser Maßnahme will die Regierung die hohe Jugendarbeitslosigkeit reduzieren.

Mehreren Studenten gelang es, in die Sorbonne einzudringen. Durch die Fenster schleuderten sie Feuerlöscher, Stühle und andere Gegenstände auf die Sicherheitskräfte. Bereits seit Mittwoch hatten sich rund 80 Studenten im Inneren des Gebäudes verbarrikadiert. Am frühen Samstag morgen stürmten die Einsatzkräfte auf Verlangen des Rektors die Universität und vertrieben die Aktivisten, die sich heftig widersetzen. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu Protestaktionen. Von den insgesamt 84 französischen Universitäten waren nach Angaben der Regierung acht völlig blockiert, in 26 weiteren wurde der Lehrbetrieb stark beeinträchtigt.