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Parlamentswahlen in Kolumbien

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Parlamentswahlen in Kolumbien

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In Kolumbien wird an diesem Sonntag ein neues Parlament gewählt. Weil Anschläge der Rebellen befürchtet werden, findet die Abstimmung unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Dazu aufgerufen sind rund 26 Millionen Menschen. Aus Angst vor Repressalien durch Rebellen und rechte Paramilitärs gab bei der letzten Wahl nur etwas mehr als die Hälfte davon ihre Stimme ab. Der größte Teil der aktiven Wähler lebt in Bogota sowie in den anderen Städten des Landes. Meinungsumfragen zufolge könnte die konservative Partei, die Präsident Alvaro Uribe nahesteht, die meisten Stimmen bekommen. Die Popularität der Konservativen sowie des Präsidenten geht darauf zurück, dass Uribe den Rebellen und der Drogenkriminalität den Kampf angesagt hat. Bei Angriffen der marxistischen “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens”, FARC, wurden in den vergangenen beiden Wochen mindestens sechzig Menschen getötet. Die “Nationale Befreiungsarmee”, ELN, die zweitgrösste linksgerichtete Rebellengruppe Kolumbiens, will während der Wahlen die Waffen ruhen lassen. In den Drogenhandel verwickelt sind sowohl Rebellen als auch Paramilitärs. Die Abstimmung gilt als Test vor den Präsidentschaftswahlen im Mai.