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Uribes harter politischer Kurs offenbar bestätigt


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Uribes harter politischer Kurs offenbar bestätigt

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ist in Kolumbien ein neues Parlament gewählt worden: Nach Auszählung von rund 80% der Stimmen könnte das konservative Parteienbündnis von Präsident Alvaro Uribe die Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments erreichen.

Die Abstimmung gilt als wichtiger Test für die Präsidentschaftswahl im Mai und für Uribes harten Kurs gegenüber den linksgerichteten Rebellen. Aufgerufen waren rund 26 Millionen Stimmberechtigte, aus Angst vor Repressalien durch Rebellen und rechte Paramilitärs gab jedoch nur weniger als die Hälfte der Wähler ihre Stimme ab. Begleitet wurde der Urnengang von hohen Sicherheitsvorkehrungen des Militärs. Nach Angaben der Wahlkommission waren rund 200 000 Soldaten und Polizisten im Einsatz, um die 9000 Wahllokale zu sichern. In der Hauptstadt Bogotá wurden am Morgen drei öffentliche Busse angezündet, insgesamt verlief der Urnengang jedoch ruhig. Die Regierung sprach von den friedlichsten Wahlen seit 20 Jahren. Rebellen hatten im Vorfeld zu einem Wahlboykott aufgerufen. Bei Angriffen der marxistischen “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens”, FARC, wurden in den vergangen Wochen mindestens sechzig Menschen getötet.
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