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Ausländer in der Gewalt radikaler Palästinenser

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Ausländer in der Gewalt radikaler Palästinenser

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Als Reaktion auf die Erstürmung eines palästinensischen Gefängnisses durch die israelische Armee halten militante Palästinenser in Gaza mindestens drei Ausländer fest. Bei den drei Geiseln handelt es sich um eine französische Journalistin, einen Fotografen, der ebenfalls französischer Staatsbürger ist, sowie um einen Südkoreaner. Weitere Ausländer, die ebenfalls als Geiseln genommen worden waren, wurden noch am Dienstagabend auf freien Fuß gesetzt. Offenbar auf Anweisung ihrer Entführer forderte die französische Journalistin Präsident Jacques Chirac und Premierminister Dominique de Villepin auf, die Regierung Israels unter Druck zu setzen. Die Entführer sind Mitglieder der radikalen Volksfront für die Befreiung Palästinas. Sie drohten damit, ihre Geiseln zu töten. Nach mehrstündiger Belagerung hatte das israelische Militär am Dienstag in Jericho im Westjordanland ein palästinensisches Gefängnis gestürmt. Unter den Insassen befand sich auch Ahmed Saadat, Generalsekretär der Volksfront. Am Dienstagabend stellte sich Saadat den Israelis. Die Militäraktion ausgelöst hatten Informationen über eine mögliche Freilassung Saadats. Seine Volksfront hatte 2001 die Verantwortung für die Ermordung des israelischen Ministers für Tourismus, Rechwam Seewi übernommen. Die Volksfront sowie die radikale Hamas drohten Israel mit Vergeltungsaktionen.