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Saddam Hussein sagt vor Sondertribunal aus

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Saddam Hussein sagt vor Sondertribunal aus

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In Bagdad hat der irakische Ex-Diktator Saddam Hussein zum ersten Mal vor dem Sondertribunal für die Verbrechen seines Regimes ausgesagt. Seine Aussage zum Massaker an Schiiten in der irakischen Kleinstadt Dudschail las er vom Blatt ab. Ausserdem erklärte er, dass er noch immer der irakische Präsident sei. Der Vorsitzende Richter Rauf Raschid Abdul Rahman drängte Saddam, keine politischen Reden zu halten, sondern sich auf die Anklagepunkte zu beziehen. Richter und Angeklagter lieferten sich daraufhin ein Wortgefecht. Kurz nach dem Schlagabtausch entschied der Richter, den Prozess hinter verschlossenen Türen fortzusetzen. Vor Saddam hatte auch sein Halbbruder Barsan al-Tikriti ausgesagt. Dieser lobte die Diktatur Husseins, die viele Errungenschaften hervorgebracht habe. Noch sechs weitere Funktionäre des alten Regimes müssen sich für die Hinrichtung von 148 Schiiten aus Dudschail nach einem fehlgeschlagenen Attentat auf Saddam vor dem Gericht verantworten.