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G8: Öl und Gas bleiben auf absehbare Zeit wichtigste Energieträger

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G8: Öl und Gas bleiben auf absehbare Zeit wichtigste Energieträger

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Die fossilen Brennstoffe Öl und Gas werden nach Auffassung der G8-Energieminister auch in den nächsten Jahrzehnten die vorherrschende Versorgungsquelle sein.

Das erklärten die Ressortchefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands nach ihrem Treffen in Moskau.

Deshalb müssten die Investitionen in Erkundung, Förderung und Transport der Energieträger verstärkt werden, hieß es in der Abschlusserklärung.

Größere Anstrengungen seien zudem erforderlich, um ein effektives globales Versorgungssystem zu schaffen, das gegen Schocks widerstandsfähig sei, sagte der russischen Gastgeber, Energieminister Viktor Christenko.

Er kündigte an, dass Russland als Gastgeber des G8-Gipfels im Juli in St.Petersburg die Frage der globalen Energiesicherheit in den Mittelpunkt der Gespräche stellen will.

Dabei solle ein Dokument verabschiedet werden, das auch als Leitlinie für Länder außerhalb der G8 diene könne.

Den größten Energiebedarf hat im laufenden Jahr Asien einschließlich China und Japan.

Auf diese Region entfallen 30 Prozent aller fossilen Energieträger, auf die USA ein Viertel.

Europa verbraucht 25,4 Prozent der Ölkapazitäten und 41,2 Prozent des Erdgases.

In der Frage der Energiesicherheit gibt es unter den G8-Staaten zum Teil erhebliche Differenzen.

Während Russland die gemeinsame Erschließung neuer Rohstoffvorräte für vorrangig hält, dringen die übrigen Partner in der G8 neben einer gesicherten Versorgung auch auf eine effektivere Nutzung von Energie.

Zudem ist die Diversifizierung der Energieträger und der Lieferanten prioritär.

Unterschiedliche Interessen – allein innerhalb Europas – bestehen auch beim Thema Kernenergie.

Frankreich setzt auf eine Renaissance der Atomkraft, während Deutschland mit dem Ausstieg begonnen hat.