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Vorbereitungen auf weitere Demonstrationen in Frankreich

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Vorbereitungen auf weitere Demonstrationen in Frankreich

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Nach den jüngsten Demonstrationen von Schülern und Studenten in Frankreich haben die Gewerkschaften für diesen Samstag alle Arbeitnehmer zu Protesten gegen die Arbeitsrecht-Reform der Regierung aufgerufen. Bei den gestrigen landesweiten Demonstrationen war es in mehreren Städten zu Krawallen gekommen, vor allem in Paris. Allein in der Hauptstadt wurden nach Angaben der Präfektur 46 Polizisten verletzt. Insgesamt wurden etwa 300 Menschen festgenommen. Innenminister Nicolas Sarkozy machte für die Ausschreitungen Links- und Rechtsextremisten sowie Rowdys verantwortlich.

Er habe die Ordnungskräfte angewiesen, mit großer Härte gegen die Strolche und Schläger vorzugehen und dabei die jugendlichen Demonstranten in höchstem Maße zu schützen, sagte der Innenminister. Die Zeitung le Parisien veröffentlichte eine Umfrage, demzufolge die Popularität von Premierminister de Villepin abgenommen hat. Der Anteil derer, die den Abbau des Kündigungsschutzes für Jungarbeitnehmer anlehnen, ist binnen einer Woche auf über zwei Drittel gestiegen. Bei den jungen Erwachsenen unter 25 Jahren lehnen sogar 81 Prozent die Reform ab. An den Demonstrationen hatten landesweit nach verschiedenen Angaben zwischen 250.000 und 500.000 Schüler und Studenten teilgenommen.