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Zahlreiche Proteste gegen Weltwasserforum

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Zahlreiche Proteste gegen Weltwasserforum

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Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat in Mexiko-Stadt das IV. Weltwasserforum begonnen. 13 000 Politiker und Fachleute beraten in den nächsten Tagen darüber, wie Wasser besser genutzt und gerechter verteilt werden könnte: Lokale Aktionen für eine globale Herausforderung, so das Motto des Forums.

“Die Wasserverteilung in der Welt ist nicht akzeptabel,” so Loic Fauchon, der Präsident des Weltwasserrates, “nicht akzeptabel ist auch der Wassermangel und die schlechte Qualität des Wassers.” Beraten wird in der nächsten Woche auch darüber, ob das Wassermanagement künftig mehr der Privatwirtschaft überlassen werden soll. Zu Beginn des Forums kam es bereits zu zahlreichen Protesten mehrerer internationaler Nichtregierungsorganisationen. Die Polizei nahm rund ein Dutzend Randalierer fest. 10 000 Menschen protestierten allein in Mexiko-Stadt gegen das Forum. Sie unterstellten ihm, das Wasser zu einem, Geschäft für private Unternehmen machen zu wollen. Nach Angaben des Weltwasserrates sind von dem katastrophalen Mangel hauptsächlich die Entwicklungsländer in Asien, Lateinamerika und Afrika betroffen. Dort haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Täglich sterben rund 35 000 Menschen an den Folgen des Mangels.