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Dritter landesweiter Protesttag gegen Arbeitsmarktreform in Frankreich

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Dritter landesweiter Protesttag gegen Arbeitsmarktreform in Frankreich

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In Frankreich ist es am dritten landesweiten Protesttag gegen die Arbeitsmarktreform der konservativen Regierung in Paris zu Auschreitungen gekommen. Am Ende der dortigen Demonstration griff eine kleine Gruppe die Polizei mit Wurfgeschossen an.Die Veranstalter der Proteste – Gewerkschaften, Schüler- und Studentenverbände sowie Linksparteien – hatten die Demonstranten zuvor ausdrücklich zu friedlichem Protest aufgefordert, doch der Generalsekretär der größten Gewerkschaft CGT gab schon am Nachmittag der Regierung eine Mitschuld an jeder weiteren Eskalation, da sie sich bisher unflexibel gezeigt habe. Nach dem nationalen Protesttag wollten die Gewerkschaften über eine – wie es hieß – noch härtere Gangart zu entscheiden, sollte die Regierung nicht nachgeben. Zuvor waren landesweit hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie wenden sich gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes für junge Arbeitnehmer und fordern die Rücknahme der Reform, mit der die Probezeit für Arbeitnehmer bis 26 Jahre auf zwei Jahre verlängert wurde.