Eilmeldung

Eilmeldung

Über 100 Festnahmen bei Ausschreitungen in Frankreich

Sie lesen gerade:

Über 100 Festnahmen bei Ausschreitungen in Frankreich

Schriftgrösse Aa Aa

Die Protete gegen die Reform des Arbeitsrechts in Frankreich sind teilweise eskaliert. In Pariser Universitätsviertel lieferten sich einige Demonstranten und Sicherheitskräfte mehrstündige Auseinandersetzungen. Die Polizei nahm 166 mutmaßliche Randalierer fest. Diese hatten die Sicherheitskräfte zum mit Flaschen angegriffen, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Autos wurden in Brand gesteckt und Schaufenster zertrümmert. Wie hoch der Sachschaden ist, war noch unklar. Auch in Rennes, Marseilles und Lille kam es zu vereinzelten Ausschreitungen. Die Veranstalter der Proteste – Gewerkschaften, Schüler- und Studentenverbände sowie Linksparteien – hatten im Vorfeld zu friedlichen Protesten aufgerufen. In ganz Frankreich demonstrierten am dritten landesweiten Protesttag hunderttausende Menschen. “Wir sind keine Wegwerfware”, stand auf den Transparenten. Diese forderten von der Regierung, die Lockerung des Kündigungsschutzes für junge Arbeitnehmer zurückzunehmen. Bis Montag Abend solle die Regierung einlenken, ansonsten schlössen Gewerkschafsführer einen eintägigen Generalstreik nicht aus. Weiter sagten die Streikführer, Präsident Jacques Chirac und Premierminister Dominique de Villepin trügen für mögliche Eskalationen die volle Verantwortung. Villepin steht stark unter Druck. Zuvor hatte er jedes Nachgeben abgelehnt, Freitag Abend soll er sich auf dem Treffen mit einer Delegation der Hochschulrektoren zum ersten Mal kompromissbereit gezeigt haben, so ein Teilnehmer.