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Brigaden auf den Barrikaden

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Brigaden auf den Barrikaden

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Im Gazastreifen ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. Mitglieder der militanten Al-Aksa-Brigaden lieferten sich erneut Gefechte mit der Polizei. Mindestens sechs Palästinenser wurden verletzt. Die Kämpfer verlangten staatliche Arbeitsplätze und die Zahlung ausstehender Gehälter, berichteten Augenzeugen. Die Al-Aksa-Brigaden sind der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung. Bereits zu Lebzeiten Jassir Arafats hatte es Probleme bei der Zahlung von Gehältern und Diskussionen über die Stellung der Kämpfer innerhalb des palästinensischen Sicherheitsapparates gegeben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas konnte die Konflikte bisher nicht lösen. Daher machte Mahmoud A Zahar, der designierte palästinensische Außenminister der neuen Hamas-geführten Regierung, die Fatah für die Unruhen verantwortlich. Daran sei die bisherige Regierung Schuld. Sie hätte über 15 000 Angestellte im Sicherheits-Sektor eingesetzt, ohne dafür die Erlaubnis zu haben. Er fügte hinzu, dass die Hamas diese Probleme in den Griff bekommen werde. Dies bezweifeln Beobachter. Mehrere westliche Staaten drohten bereits damit, der neuen palästinensischen Autonomiebehörde Hilfsgelder zu streichen, wenn die Hamas ihre Einstellung gegenüber Israel nicht ändert.