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Frankreich: Streiktag im Kampf gegen Arbeitsrechtsreform beschlossen

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Frankreich: Streiktag im Kampf gegen Arbeitsrechtsreform beschlossen

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Französische Gewerkschaften und Studenten haben am Montag im Kampf gegen die Arbeitsrechtsreform für den 28. März einen nationalen Protesttag ausgerufen. Der Beschluss fiel bei einem Treffen von Arbeitnehmer- und Studentenorganisationen in Paris. Laut Gewerkschaftsfunktionär Jacky Dittinger sind neben landesweiten Streiks auch mehrere Großdemonstrationen geplant.

Premierminister Dominique de Villepin versuchte bei Gesprächen mit Unternehmern und Studenten vergeblich, einen Dialog über seine Reform in Gang zu bringen, obwohl die Arbeitgeber sich in einigen Punkten kompromissbereit zeigten. Die Gewerkschaften lehnten Gespräche von vornherein ab. Den Studierenden geht es vor allem um eine Regelung, derzufolge Berufsanfänger eine zweijährige Probezeit absolvieren müssen und in dieser Zeit ohne jede Begründung des Arbeitgebers gekündigt werden können. In mehreren französischen Städten, so etwa in Toulouse oder Marseille, kam es am Montag erneut zu Protestkundgebungen. Aufgeheizt wurde die Stimmung durch Berichte über den lebensbedrohlichen Zustand eines Gewerkschafters, der bei Krawallen am Samstag von der Polizei schwer verletzt worden sein soll. Am Montag lag der Mann im Koma. Laut einer aktuellen Umfrage sind inzwischen auch rund 60 Prozent der Franzosen dafür, dass Premierminister Villepin die Reform zurückzieht.