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Lukaschenko sieht Revolution in Weißrussland gescheitert

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Lukaschenko sieht Revolution in Weißrussland gescheitert

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Die EU-Kommission erwägt nach der Wiederwahl Alexander Lukaschenkos zum Präsidenten Sanktionen gegen die weißrussische Regierung. Es sei sehr wahrscheinlich, dass entschlossen gehandelt werde, sagte die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Lukaschenko verteidigte den Urnengang als demokratisch und ehrlich. In der ersten Pressekonferenz nach den Präsidentschaftswahlen sagte er zufriden: “Die Revolution, über die so viel geredet wurde und die so mancher eifrig vorbereitet hat, ist gescheitert. Das konnte auch nicht anders sein.” Die Weißrussen hätten sich für den Kurs der Stabilität entschieden. Lukaschenko erzielte offiziellen Angaben zufolge ein Wahlergebnis, das an ehemalige Sowjet-Zeiten erinnert. Er bekam demnach 82,6 Prozent der Stimmen; sein wichtigster Gegenkandidat, Alexander Malinkewitsch, nur sechs Prozent. Ein Ergebnis, das Beobachter nicht überraschte. Der autoritär regierende Staatschef hatte der Opposition im Vorfeld kaum Möglichkeiten zum Wahlkampf eingeräumt. Es ist die dritte Amtszeit für den weißrussischen Präsidenten. Lukaschenko hatte eine Wiederwahl durch eine Verfassungsänderung ermöglicht.