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US-Soldaten sollen irakische Zivilisten getötet haben

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US-Soldaten sollen irakische Zivilisten getötet haben

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Haben amerikanische Soldaten im Irak 15 unbewaffnete Zivilisten in einem Racheakt erschossen? Das behauptet das amerikanische Time-Magazin. Die Zeitschrift beruft sich auf Augenzeugenberichte und präsentierte als Beweis ein Video, das ein Journalismus-Student nach dem Massaker aufgezeichnet haben soll. Nachdem ein Amerikaner bei einem Bombenanschlag auf einen Transporter gestorben war, töteten seine Kameraden dem Medienbericht zufolge die Bewohner mehrerer Häuser – darunter sieben Frauen und drei Kinder. Dem US-Militär zufolge handelten die Soldaten in Notwehr: Sie seien nach dem Anschlag aus einem nahe gelegenen Haus beschossen worden.

Die neunjährige Tochter der Familie bestreitet das. Sie und ihr jüngerer Bruder sind die einzigen Überlebenden. Nach ihrer Darstellung erschossen die US-Soldaten fast ihre gesamte Familie. Der Vorfall ereignete sich im vergangenen November im westirakischen Haditha. Die amerikanische Armee leitete bereits im Januar eine Untersuchung ein. Sie will feststellen, ob die Soldaten die Zivilisten in Selbstverteidigung erschossen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, wäre es seit Kriegsende der schlimmste Fall, bei dem amerikanische Soldaten Zivilisten absichtlich töteten.