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USA: Bush lobt Fortschritte im Irak - Proteste in Washington

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USA: Bush lobt Fortschritte im Irak - Proteste in Washington

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US-Präsident Bush hat einmal mehr seine Irak-Politik verteidigt. Am dritten Jahrestag des Kriegsbeginns sagte Bush in Ohio, die Medien würden gute Nachrichten bewusst ignorieren. Im Irak gebe es jedoch deutliche Fortschritte. “Ich glaube daran, dass die Iraker, wenn sie erst die Vorteile der Freiheit erkennen, auch Vertrauen in ihre Zukunft gewinnen”, sagte Bush in einer Rede in Cleveland. “Sie versuchen, sicherzustellen, dass das Gemeinwohl über Spaltungstendenzen triumphiert. Wenn wir den Irakern in dieser Stunde der Not beistehen, helfen wir ihnen, eine starke Demokratie aufzubauen, die für den ganzen Nahen Osten beispielgebend ist, eine Demokratie, die unser Partner im Kampf gegen den Terror sein wird.”

Unterdessen mehren sich die Proteste in den USA gegen Bushs Irak-Politik. Am Montag demonstrierten rund 200 Menschen in Washington. Sie wollten Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine Sarg-Attrappe überreichen, wurden aber von der Polizei vom Pentagon-Areal ferngehalten. Laut aktuellen Umfragen glauben mittlerweile zwei Drittel der Amerikaner, dass der Irak-Krieg ein Fehler war. Im Irak selbst geht die Gewalt unterdessen unvermindert weiter. Allein am Montag starben bei Anschlägen mehr als 25 Menschen, knapp 40 wurden verletzt.