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ETA verkündet "Waffenstillstand"

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ETA verkündet "Waffenstillstand"

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Die spanische Untergrundorganisation ETA hat einen dauerhaften Waffenstillstand verkündet. Das geht aus einer Videobotschaft hervor, die den baskischen Medien zugespielt wurde. Ziel dieser Entscheidung sei es, im Baskenland einen demokratischen Prozess in Gang zu bringen. So solle ein neuer Rahmen geschaffen werden, in dem die Rechte des baskischen Volkes anerkannt werden.

Am Ende dieses Prozesses müssten die Basken selbst über ihre Zukunft entscheiden. Spanien und Frankreich müssten das Ergebnis dieses demokratischen Prozesses ohne Einschränkungen akzeptieren. Die Botschaft schließt mit den Worten: “Die Beilegung des Konflikts, hier und heute, ist möglich. Dies ist der Wunsch und Wille der ETA.“Die spanische Regierung hatte sich in der Vergangenheit wiederholt offen für Verhandlungen mit der baskischen Seperatistenorganisation gezeigt – unter der Bedingung, dass sie zuvor der Gewalt abschwört. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden bei ETA-Anschlägen etwa 850 Menschen getötet.

Das letzte tödliche Attentat liegt fast drei Jahre zurück. Schon in den 80er und 90er Jahren hatte die ETA mehrmals “Waffenstillstände” angekündigt. Damit machte sie den Weg frei zu Gesprächen mit Unterhändlern der damaligen Regierungen. Die Verhandlungen scheiterten jedes Mal an der politischen Forderung nach einem unabhängigen Baskenstaat. Die ETA kehrte daraufhin jeweils zur Strategie des Terrors zurück.