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Milinkewitsch fordert Westen zu mehr Unterstützung auf

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Milinkewitsch fordert Westen zu mehr Unterstützung auf

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In Weißrussland hat Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch den Westen zu mehr Unterstützung aufgefordert. Die Liste der Einreiseverbote für den Machtapparat des Staatschefs Alexander Lukaschenko sollte erweitert werden, sagte Milinkewitsch der Deutschen Presse-Agentur. Trotz der Temperaturen unter null Grad setzten in der Hauptstadt Minsk Hunderte von Anhängern der Opposition die Proteste gegen die angeblichen Fälschungen bei der Präsidentenwahl vom Sonntag fort.

In den nationalen Medien werde die Kundgebung totgeschwiegen, so der französische Botschafter, Stephane Schmelewski. Sein britischer Kollege, Brian Beckett, der sich ebenfalls vor Ort über das Geschehen informierte, sagte, die Diplomaten glaubten an Menschenrechte und den Demokratisierungsprozess. Die freie Meinungsäußerung sei in Weißrussland stark eingeschränkt. Nach Schätzungen aus Oppositionskreisen hat die Polizei bisher etwa einhundert Teilnehmer der nicht genehmigten Demonstration festgenommen. Milinkewitsch rief seine Anhänger zu einer Großkundgebung am Samstag auf. Am 25. März 1918 wurde die erste unabhängige Republik Weißrussland gegründet.