Eilmeldung

Eilmeldung

Erleichterung in Brüssel über Waffenstillstandsangebot der ETA

Sie lesen gerade:

Erleichterung in Brüssel über Waffenstillstandsangebot der ETA

Schriftgrösse Aa Aa

Auch beim EU-Gipfel in Brüssel gab es einen Tag nach dem Angebot der “dauerhaften Waffenruhe” durch die baskische Untergrundorganisation ETA durchweg erfreute Gesichter über den Weg, der sich Spanien möglicherweise jetzt öffnet. Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodruigez Zapatero jedenfalls zeigte sich angetan von den Glückwünschen der Kollegen. Die baskische Zeitung “Gara” veröffentlichte in ihrer Ausgabe von diesem Donnerstag eine weitere Erklärung der ETA, in der diese erneut betonte, die Beilegung des Konflikts sei – so wörtlich – “hier und jetzt möglich”. Am Vortag hatte die ETA angekündigt, die Waffenruhe werde in der Nacht zum Freitag wirksam werden. Die Regierungen Frankreichs und Spaniens forderte die Organisation auf, dem demokratischen Prozess nichts entgegenzusetzen. Seit Jahren protestieren Spanier und Basken gegen den Terror der ETA.

Mehr als 800 Menschen wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten bei Anschlägen getötet. Francisco Jose Alcaraz von der Vereinigung der Terroropfer meint, bei dem Angebot handle es sich um Erpressung; um einen Waffenstillstand zu Bedingungen der ETA, die weiter dieUnabhängigkeit des Baskenlandes fordere. Mikel Buesa spricht für die Organisation der Basken für den Frieden. Das sei nicht das Ende des Terrorismus, die ETA habe nicht ihre totale Abkehr von der Gewalt angekündigt, um sich nun ganz der Politik zu widmen. Die spanische Regierung sprach sich in der Vergangenheit wiederholt offen für Verhandlungen mit der ETA aus. Bedingung war dabei immer, dass die Seperatistenorganisation der Gewalt abschwört. Die jetzige Waffenruhe ist die erste, die die ETA als “dauerhaft” bezeichnet.