Eilmeldung

Eilmeldung

EU-Gipfelteilnehmer uneins über gemeinsame Energiepolitik

Sie lesen gerade:

EU-Gipfelteilnehmer uneins über gemeinsame Energiepolitik

Schriftgrösse Aa Aa

Auch die Sahnetorte zum 50. Geburtstag von Komissionspräsident Jose Manuel Barroso konnte den EU-Staats- und Regierungschefs eine gemeinsame Energiepolitik nicht schmackhaft machen.

Die Forderung der Kommission, wegen der großen Abhängigkeit der Union von Energielieferungen aus dem Ausland künftig in diesem Sektor an einem Strang zu ziehen, fand bei den Teilnehmern des EU-Gipfels wenig Anklang, auch Deutschlands Kanzlerin zeigte sich ablehnend.

Angela Merkel plädierte jedoch dafür, einen freien, grenzüberschreitenden Energiemarkt zu schaffen, in dem europäische anstatt nationale Champions agieren. Die österreichische Ratspräsidentschaft hatte sie für den Abend um einen Grundsatzvortrag zum Thema gebeten.

Trotz aller Bemühungen Österreichs, das zweitägige Treffen in Brüssel
so harmonisch und entscheidungsfrei wie möglich zu gestalten, überschatteten nationale Egoismen die Suche nach Lösungen für die Sicherung der Energie von morgen.

Spannung herrschte weiter zwischen
Italiens Regierung und ihren französischen Kollegen, die die Übernahme des
französischen Energiekonzerns Suez durch die italienische Enel zu blockieren versuchen. Für einen Offnenen Brief gegen nationalen Protektionismus hatten die Italiener ihre Partner aber nicht hinter sich bringen können.

Ein weiteres Thema beim Gipfel ist Wachstum und Beschäftigung – auch ein Dauerbrenner in der Union.