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Indien: Sonia Gandhi tritt zurück

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Indien: Sonia Gandhi tritt zurück

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Die Vorsitzende der indischen Kongresspartei und der Regierungskoalition Sonia Gandhi hat ihr Mandat als Parlamentsabgeordnete niedergelegt. Damit reagierte sie auf Proteste der Opposition gegen ein geplantes Gesetz, nach dem Abgeordnete künftig weitere bezahlte öffentliche Aufgaben wahrnehmen dürfen. Auch Gandhi waren bezahlte Nebentätigkeiten vorgeworfen worden. Sie kündigte in Neu Delhi an, auch auf den Vorsitz des Nationalen Beraterstabes verzichten zu wollen, der von der Opposition kritisierten Nebentätigkeit. Sie werde in der Nachwahl ihres Wahlbezirks erneut kandidieren. Ihre Wiederwahl gilt als sicher.Sonia Ghandi hatte die Kongresspartei bei der Parlamentswahl vor knapp zwei Jahren überraschend zum Sieg geführt. Nach einer Kampagne der hindu-nationalistischen Wahlverlierer gegen ihre italienische Herkunft hatte sie auf das Amt der Ministerpräsidentin verzichtet. Sie gilt als mächtigste Frau des Landes, die großen Einfluss auf Ministerpräsident Manmohan Singh hat.Sollte es der Opposition gelingen, die Gesetzesreform im Hinblick auf erlaubteNebenbeschäftigung zu verhindern, könnten weitere Abgeordnete aus dem Parlament ausgeschlossen werden. In dem Fall könnte die Regierung ihre Mehrheit verlieren.