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Gespräche zur Reform des Arbeitsrechts in Frankreich erfolglos

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Gespräche zur Reform des Arbeitsrechts in Frankreich erfolglos

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Die Fronten im Streit um die Reform des Arbeitsrechts in Frankreich haben sich weiter verhärtet. Premierminister Dominique de Villepin lehnte bei einem ersten Spitzengespräch mit den fünf grossen Gewerkschaften des Landes eineRücknahme des Gesetzes ab. Die Regierung will mit der Reform die Chancen benachteiligter Jugendlicher am Arbeitsmarkt verbessern.

De Villepin bezeichnete das Treffen mit den Gewerkschaftern als wichtig. Es sei ein erster Schritt. Zusammen müsse man nun konstruktive Lösungen finden, um den echten Sorgen der Jugendlichen gerecht werden zu können. Dabei gehe es vor allem um den Vertrag zur Ersteinstellung. Die Gewerkschaften verweigern jedes weitere Treffen, solange der Regierungschef nicht nachgebe. Für Dienstag haben sie zu landesweiten Streiks aufgerufen. Francois Chereque von der Gewerkschaft CFDT sagte, man habe einer Regierung gegenüber gesessen, die eine Rücknahme des Vertrages ablehne und die merkwürdigerweise ein neues Treffen für die kommende Woche nach dem Streik vorgeschlagen habe. Man habe den Eindruck, de Villepin wünsche eine gute Vorbereitung des Streiks. Die Gewerkschaften bereiten sich nun auf eine Ausweitung der geplanten Streikmassnahmen vor. Unterdessen stellten die Studentenverbände ein von de Villepin für heute angebotenes Gespräch in Frage. In Paris wird erwartet, dass der Premierminster erst die für Donnerstag erwartete Entscheidung des Verfassungsrates über das Reformgesetz abwartet, bevor er Zugeständnisse macht.