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Landtagswahlen mit bundespolitischer Bedeutung in drei deutschen Bundesländern

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Landtagswahlen mit bundespolitischer Bedeutung in drei deutschen Bundesländern

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In drei deutschen Bundesländern finden am Sonntag Landtagswahlen statt. Insgesamt sind mehr als 17 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Mit grundlegenden Regierungswechseln ist in keinem der drei Länder zu rechnen – allerdings haben die Urnengänge auch eine bundespolitische Bedeutung: Die ersten Wahlen seit dem Amtsantritt von Kanzlerin Angela Merkel gelten als wichtiger Stimmungtest für die große Koalition in Berlin.

Und auch für die FDP ist der Ausgang der Wahlen richtungsweisend. Denn in Sachsen-Anhalt könnte die schwarz-gelbe Koalition ihre Mehrheit verlieren, wodurch die FDP keine Sperrminorität im Bundesrat mehr hätte. Die Wähler im ostdeutschen Sachsen-Anhalt gelten bei Wahlforschern als besonders unberechenbar. Im reichen Baden-Württemberg hingegen zweifelt kaum jemand an einem Sieg der CDU, so wie in Rheinland-Pfalz die SPD die Nase vorn behalten dürfte.

In Baden-Württemberg liegt die CDU unter Ministerpräsident Günther Öttinger laut Umfragen bei 45 Prozent. Derzeit regiert sie in Koalition mit der FDP, allerdings wird auch eine absolute Mehrheit der Christdemokraten nicht ausgeschlossen. “Baden-Württemberg hat einen guten Arbeitsmarkt”, so Öttinger, und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist erfolgreich.” Die SPD-Kandidatin Ute Vogt gilt hingegen als weitgehend chancenlos – selbst in den eigenen Reihen glaubt niemand recht an einen Wahlerfolg. In Rheinland-Pfalz geht SPD-Ministerpräsident Kurt Beck einem Sieg entgegen – die Fortsetzung der Koalition mit der FDP gilt als ausgemachte Sache. Im Bewusstsein seiner Popularität konnte Beck es sich sogar leisten, ein TV-Duell mit seinem Herausforderer schlicht abzulehnen.