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Massendemnstration in den USA gegen geplante Einwanderungsreform

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Massendemnstration in den USA gegen geplante Einwanderungsreform

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Mindestens 50.000 Menschen haben am Wochenende in den Straßen von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien gegen die geplante Verschärfung der Einwanderungsgesetze demonstriert. Nach Polizeiangaben handelte es sich um eine der größten Protestkundgebungen in der Geschichte der Stadt. “Es sind so viele Menschen hier”, meint eine Demonstrantin, “man kann sie nicht einfach ignorieren, schließlich zahlen sie auch Geld an den Staat.” Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung von Los Angeles sind hispanischer Herkunft. An der Kundgebung beteiligten sich neben Einwanderern auch Gewerkschafter, Studenten und Kirchenvertreter.

“Wir wollen ein besseres Leben, das ist alles”, meint ein Betroffener. “Aber wir werden behandelt wie Kriminelle und das sind wir nicht.” Die Empörung unter den Demonstranten ist groß. “Es kann nicht sein, dass Menschen sterben, nur weil sie versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, was in Mexiko nicht mehr möglich ist”, beklagt sich ein mexikanscher Immigrant. “Wir haben jahrelang in diesem Land gelebt und wir sollten ein Teil dieses Landes bleiben, wir sind keine Fremden.” Bereits in den vergangenen Tagen hatten in mehreren US-Bundesstaaten Zehntausende Einwanderer und Aktivisten gegen die Gesetzesänderung protestiert. Allein in Phoenix gingen mehr als 10.000 Menschen auf die Straße. Geplant ist unter anderem, dass illegale Einwanderer zu Straftätern erklärt werden. Arbeitgeber, die Illegale beschäftigen, müssen mit hohen Geldstrafen rechnen. Zudem soll der Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko weiter ausgebaut werden. US-Präsident George W. Bush verteidigte die Reform. Diese müsse sicherstellen, dass Einwanderer in die Gesellschaft integriert würden, sagte er. In der kommenden Woche wird sich der US-Senat mit der umstrittenen Änderung der Einwanderungsgesetze befassen.