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Opferverbände begrüssen Waffenstillstandserklärung der ETA

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Opferverbände begrüssen Waffenstillstandserklärung der ETA

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Die Verbände der Terroropfer in Spanien haben die Verkündung einer dauerhaften Waffenruhe durch die baskische Untergrundorganisation ETA als Chance für den Frieden begrüsst. In einer gemeinsamen Erklärung appelierten sie an Regierung und Opposition, gemeinsam für einen Friedensprozess zu arbeiten. Die Verbände betonten jedoch, die ETA-Terroristen dürften nicht straffrei ausgehen. Bei Anschlägen der ETA sind seit 1968 fast 850 Menschen getötet worden.

Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat unterdessen einen Besuch in Irland angekündigt. Dort will er in Erfahrung bringen, welche Erkenntnisse aus dem Friedensprozess auf der grünen Insel auch im Baskenland anwendbar sind. Vertreter der spanischen Opposition haben ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Zapatero angekündigt. “Wir suchen Wege, ihn zu unterstützen, das ist unsere nationale Verantwortung,” sagte Gabriel Elorriaga von der konservativen Volkspartei.

Im Baskenland wurde der Waffenstillstand ausgiebig gefeiert. In den Jubel mischte sich aber auch Unsicherheit über die Zukunft: “Es wird noch viele Höhen und Tiefen geben, und es wird kritische Momente geben, denn dort sind zum Einen die Opfer und zum Anderen diejenigen, die jetzt wieder in das normale Leben integriert werden müssen. Da besteht viel Diskussionsbedarf, und das wird dauern.

Aber es macht Hoffnung. Und ehrlich gesagt: Es wird auch Zeit,” meint eine Baskin. Vor allem die Anhänger der Batasuna-Partei, des politischen Arms der ETA, hoffen, dass sie nun bald auch wieder im baskischen Parlament vertreten sein werden. Batasuna war wegen ihrer ETA-Verbindung verboten worden.