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Lage in Weißrussland scheint sich vorsert zu beruhigen


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Lage in Weißrussland scheint sich vorsert zu beruhigen

Nach dem brutalen Polizeieinsatz gegen Regimegegner in Weißrussland hat sich die Lage in der Hauptstadt Minsk beruhigt. Am Sonntagabend versammelten sich rund 100 vorwiegend junge Menschen in der Innenstadt, um dort Kerzen zu entzünden und damit ihre Solidarität mit den Verhafteten auszudrücken. Schätzungen zufolge hat die Staatsmacht seit der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Lukaschenko vor einer Woche etwa 500 Oppositionelle festgenommen.

Unter ihnen befindet sich auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Alexander Kosulin. Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch versuchte, in einem Gefängnis außerhalb von Minsk Kontakt mit Kosulin aufzunehmen, wurde aber abgewiesen. Viele weißrussische Bürger beklagen, von den Behörden keinerlei Informationen über den Verbleib ihrer inhaftierten Angehörigen zu bekommen. Die Opposition will vorerst auf weitere Protestaktionen verzichten. Unterdessen drohte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner der Führung in Minsk mit Sanktionen. Denkbar sei es zum Beispiel, ausländische Vermögenswerte von weißrussischen Politikern einzufrieren.

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