Eilmeldung

Eilmeldung

Frankreich: 132 Demonstrationen und landesweiter Streik

Sie lesen gerade:

Frankreich: 132 Demonstrationen und landesweiter Streik

Schriftgrösse Aa Aa

Im Konflikt um die umstrittene Arbeitsrechtsreform wächst der Druck auf den französischen Premierminister Dominique de Villepin. Gewerkschaften kündigten für heute Demonstrationen und landesweite Streiks an. Betroffen davon sind vor allem öffentliche Verkehrsmittel, Schulen und Universitäten sowie Versorgungsbetriebe. Die SNCF rechnet damit, das nur zwei von drei TGV-Hochgeschwindigkeitszügen fahren. Auch die Air France geht von Verspätungen und Annullierungen aus.

Die Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft: 4000 Polizisten sind in Paris im Einsatz. Pierre Mure, der Chef des Pariser Polizeipräsidiums, sagte, dass es verstärkt Kontrollen im Großraum von Paris gebe, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Sicherheitskräfte seien geschult, kriminelle Banden aufzuspüren und davon abzuhalten, zu den Protesten in Paris zu gelangen. Nach den Ausschreitungen vom Donnerstag wird mit neuen Eskalationen gerechnet. Tausende Randalierer hatten Autos beschädigt, Schaufenster zertrümmert und Demonstranten angegriffen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Mehrere Menschen wurden verletzt. Gewerkschaften und Studentenorganisationen warfen dem Premierminister vor, er habe die Ausschreitungen provoziert. Sie verlangen weiter eine komplette Rücknahme des Arbeitsrechtsgesetzes. Einer der Hauptkritikpunkte ist die zweijährige Probezeit für Berufsanfänger.