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Rücktrittsforderungen an Villepin werden lauter

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Rücktrittsforderungen an Villepin werden lauter

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Welche Konsequenzen wird die französische Regierung aus den anhaltenden Protesten im Land ziehen? Und wann? Diese Fragen stellten sich die französischen Medien am Tag nach den Massendemonstrationen gegen den neuen CPE, den Arbeitsvertrag für Berufsanfänger. Rücktrittsforderungen gegen den Premierminister mehren sich. Dominique de Villepin nahm an diesem Mittwoch keine Stellung. Vor der Abgeordnetenversammlung verwechselte er jedoch “décision” mit “démission” – also “Entscheidung” mit “Rücktritt”. Für die Häme aus der Opposition war somit gesorgt. Staatspräsident Jacques Chirac ließ mitteilen, er werde sich in den kommenden Tagen zum Thema äußern. Erst wolle er die Entscheidung des Verfassungsgerichtes über die formale Rechtmäßigkeit des Gesetzes abwarten. Chirac könnte die Reform ans Parlament zurückverweisen.Innenminister und Villepin-Rivale Nicolas Sarkozy wird zwar nicht müde, zu betonen, er werde das sinkende Schiff jetzt nicht verlassen. Andererseits forderte er in einem Interview “echte Verhandlungen ohne Vorbehalte” mit den Gewerkschaften. Diese wollen weiter protestieren, wenn die Regierung das Gesetz nicht noch einmal grundlegend überarbeitet. Für den kommenden Dienstag riefen sie zu einem neuen landesweiten Streik auf.