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Geteiltes Echo auf Ankündigung Chiracs

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Geteiltes Echo auf Ankündigung Chiracs

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Der Vorsitzende der Studentenorganisation UNEF, Bruno Julliard, hält das Verhalten Chiracs für sehr gefährlich:“Ich denke die Alles-oder-Nichts-Strategie nach dem Motto ganz oder gar nicht ist sehr riskant.Denn die soziale Spannung auf den Straßen ist bereits sehr hoch.Der Frust der jungen Leute, der Arbeitnehmer, der Eltern ist unverkennbar.Und mit seiner Entscheidung hat Chirac weiteres Öl ins Feuer gegossen.“Der Vorsitzende der oppositionellen Sozialisten Francois Hollande bleibt trotz der zwei zu korrigierenden Punkte des Gesetzes bei seiner Kritik.

“Die einzig akzeptable Entscheidung wäre es gewesen, den Gesetzesvorschlag zurückzuweisen, um alle Maßnahmen zur Schaffung des Berufsanfängervertrages herauszunehmen. Nichts davon habe der Staatschef getan. Und jetzt ruft er noch zum Dialog mit den Gewerkschaften auf, die das Gespräch derzeit verweigerten.Chirac habe alles verkompliziert statt zu vereinfachen”, so Hollande.

Nicolas Sarkozy, Innenminister und Vorsitzender der Regierungspartei UMP,begrüßte dagegen die Entscheidung Chiracs. Indem er die Maßnahmen zum Berufsanfängervertrag zurückstellt, habe der Staatschef einen guten Kompromiss gefunden. Ein neuer Vorschlag müsse jetzt vorgelegt werden und das sei zu begrüßen, so Sarkozy.