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Straßenkämpfe in Gaza

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Straßenkämpfe in Gaza

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Straßenkämpfe in Gaza-Stadt. Drei Menschen wurden getötet, mehrere Dutzend verletzt, als sich verfeindete Palästinensergruppen Feuergefechte lieferten.

Es handelte sich diesmal um die Al-Aksa-Brigaden, die zur Fatah von Palästinenserpräsident Abbas gehören, und das radikale sogenannte “Volkswiderstands-Kommitee”. Dessen Anhänger beschuldigen die Fatah, hinter dem tödlichen Anschlag auf den Chef des Volkswiderstands-Kommitees zu stecken. Der neue Ministerpräsident der Palästinenserregierung, Ismail Hanija, rief zu Ruhe und Besonnenheit auf.Er erklärte aber auch, nach den langen Jahren des bewaffneten Widerstandes gegen die isralische Besatzung werde man einige Zeit brauchen, um die gewalt-orientierte Mentalität zu ändern und zu erreichen, dass Waffen nur noch als Mittel zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung wahrgenommen werden. Der Funken, der in Gaza den Brand erneut entzündet hatte, schlug aus einer Autobombe. Die war am Freitag direkt neben Chalil al-Kauda, dem Chef des Volkswiderstand-Kommitess, explodiert. Wie so oft in diesem Teufelskreis von Anschlägen und Vergeltung gingen die Zusammenstöße bei seiner Beerdigung weiter.Damit hatte die von der Hamas anlässlich der Palästinenserwahl im Gazastreifen angestrebte Ruhe gerade einmal zwei Monate gehalten.