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Druck auf Al-Dschafari wächst

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Druck auf Al-Dschafari wächst

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Die amerikanischen und britischen Außenminister Condoleezza Rice und Jack Straw sind in Bagdad mit der irakischen Regierungsspitze zusammengekommen. Ziel des unerwarteten Besuchs war es, die Regierungsbildung im Irak voranzubringen. Vertreter der beiden islamischen Religionsgruppen Schiiten und Sunniten sowie Kurden verhandeln seit der Parlamentswahl im Dezember.

Ministerpräsident Ibrahim Al-Dschafari steht mittlerweile auch bei seiner eigenen schiitischen Allianz in der Kritik. Weder Kurden noch Sunniten trauen ihm zu, ein Regierungsbündnis zu schaffen und für mehr Sicherheit im Land zu sorgen. Al-Dschafari, der erneut für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert worden ist, lehnte es hingegen mehrfach ab, seine Kandidatur zurückzuziehen. Laut politischen Beobachtern machten Rice und Straw keinen Hehl daraus, dass sie Al-Dschafari nicht für den geeigneten Kandidaten halten. Rice selbst erschien beim gemeinsamen Phototermin mit einem eisigen Lächeln, so Journalisten vor Ort. Die Bagdad-Reise der beiden Außenminister war aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheim gehalten worden. .