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Thailands Wahllokale geschlossen

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In Thailand ist ein neues Parlament gewählt worden. Mit einem Ergebnis wird für morgen gerechnet, politische Beobachter gehen aber davon aus, dass die Partei des umstrittenen Regierungschefs Thaksin Shinawatra die Mehrheit der Stimmen erhalten hat – er ist sehr beliebt bei der Landbevölkerung.

Hinzu kommt, dass die drei Oppositionsparteien ihre Anhänger zum Wahlboykoot aufgerufen hatten. Sie werfen dem milliardenschweren Regierungschef unter anderem Vetternwirtschaft und Korruption vor. Der demokratische Oppositionskandidat Abhisit Vejjajiva hatte an die Wähler appelliert, zwar zur Wahl zu gehen, aber gegen Thaksin Shinawatras Partei zu stimmen. Die vorgezogene Neuwahl war nötig geworden, da Regiemgegner monatelang gegen den Regierungschef protestiert hatten. Behörden kündigten bereits an, Demonstranten zu verfolgen, die auch nach der Wahl weiter auf die Straße gehen. Begleitet wurde der Urnengang von drei Anschlägen im Süden Thailands, bei denen mindestens neun Menschen verletzt wurden. Dort sind in den vergangenen zwei Jahren mehr als 1000 Menschen bei Separatistenaufständen getötet worden.