Eilmeldung

Eilmeldung

Trauriges Ende im Entführungsfall Tommaso in Italien

Sie lesen gerade:

Trauriges Ende im Entführungsfall Tommaso in Italien

Schriftgrösse Aa Aa

Der kleine Tommaso, um den ganz Italien gebangt hatte, ist tot aufgefunden worden. Als Hauptverdächtiger wurde ein Maurer festgenommen, der im Haus der Familie gearbeitet hatte. Auch seine Frau und ein weiterer Mann sind in Haft. Tommaso war achtzehn Monate alt; er wurde Anfang März entführt. Er war Epileptiker und brauchte deshalb regelmäßig Medikamente. Wie der Hauptverdächtige inzwischen ausgesagt hat, brachten die Entführer ihn schon am ersten Abend um – als sie versuchten, das schreiende Kind zum Schweigen zu bringen.

Tommasos Vater ist erschüttert: Das sind Leute, die bei mir Kaffee getrunken haben, sagt er; wir haben mit ihnen über die Probleme unserer Kinder gesprochen, wie man sich normalerweise unter Bekannten unterhält. Ohne Ergebnis hatte die Polizei die Umgebung von Parma durchkämmt; die Familie wohnte in der Nähe der norditalienischen Stadt. Der Hauptverdächtige führte sie jetzt zu der Stelle, wo die Leiche lag. Die Entführung hatte ganz Italien bewegt; sogar der Papst forderte die Freilassung des Kindes. In Parma demonstrierten Tausende; da hatten seine Entführer Tommaso schon getötet.