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Alcatel und Lucent wollen 8800 Stellen abbauen

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Alcatel und Lucent wollen 8800 Stellen abbauen

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Die beiden Telekomausrüster Alcatel und Lucent haben Einzelheiten ihrer angekündigten Verschmelzung bekanntgegeben. Demnach sollen in den nächsten zwei Jahren etwa 8800 Stellen abgebaut werden. Das entspricht etwa zehn Prozent der Gesamtbelegschaft. Dadurch und durch andere Synergien erwartet die neue Gesellschaft Einsparungen von 1,4 Milliarden Euro in drei Jahren.

Alcatel-Vorstandschef Serge Tchuruk sprach von einem historischen Moment für die Telekommunikationsbranche. Es entstehe ein neuer Weltmarktführer. Gemeinsam erwirtschafteten beide Konzerne im vergangenen Jahr 21 Milliarden Euro Umsatz. Damit überrunden sie knapp den US-Rivalen Cisco. Auf den Plätzen drei und vier liegen Ericsson aus Schweden mit 16,5 Milliarden und der kanadische Nortel-Konzern mit 9,2 Milliarden.

Künftige Vorstandschefin von Alcatel-Lucent wird die 53jährige Patricia Russo, die bislang an der Spitze von Lucent stand. Sie gilt als hart und durchsetzungsstark. Seit 2002 trieb sie die Sanierung ihres Unternehmens in einer für die Branche äußerst schwierigen Phase erfolgreich voran. Sie kündigte an, den Stellenabbau zwischen Alcatel und Lucent fair und ausgewogen vornehmen zu wollen.

Bei Lucent hatte Russo die Zahl der Beschäftigten halbiert. Als Hauptaufgabe wird Russo künftig die schwierigen Personalkürzungen durchsetzen müssen. Dies dürfte wegen des fehlenden Kündigungsschutzes in den USA einfacher sein als in Frankreich.