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Charles Taylor vor Gericht

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Charles Taylor vor Gericht

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Der liberianische Ex-Präsident Charles Taylor ist zum ersten Mal vor dem Kriegsverbrecher Tribunal in Sierra Leone erschienen.

Die Anklage wirft dem 58-jährigen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in elf Fällen vor, unter anderem Mord, Vergewaltigung und Verstümmelung. Nach der Verlesung der Anklage bekannte sich Taylor nicht schuldig. Der Mann, der von seinen Kindersoldaten Pappy genannt wurde, soll sich massiv am illegalen Handel mit sogenannten Blutdiamanten bereichert haben.Seine Rebellenbewegung war bekannt dafür, dass den Opfern Arme und Beine abgehackt wurden. Zu Prozessbeginn war seine Familie aus Liberia angereist.“Alles ist in der Hand Gottes, des Allmächtigen,” so die Schwester von Charles Taylor,“Wir beten dafür, dass er eine faire Verhandlung bekommt.“Taylor war am Ende des 14 Jahre dauernden Bürgerkriegs im Jahr 2003 ins Exil nach Nigeria gedrängt worden. Er traf in Handschellen in Sierra Leone ein. Es wird befürchtet, dass die Anwesenheit Taylors in Freetown Unruhen auslösen könnte. Seine Anhänger drohten für den Fall seiner Verurteilung mit Gewalt und Ausschreitungen.