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Ganz Italien trauert um Baby Tommaso

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Ganz Italien trauert um Baby Tommaso

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Nach dem Tod des entführten Kleinkinds Tommaso steht Italien unter Schock. In Tommasos Heimat Parma versammelten sich am Sonntag zahlreiche Menschen zu einer Gedenkkundgebung. Papst Benedikt der Sechzehnte und der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi verurteilten das Verbrechen scharf. Ciampi sagte, die Nachricht vom Tod des Kindes habe ihn bis ins Mark getroffen. Auch in Fußballstadien im ganzen Land wurde mit einer Schweigeminute des kleinen Tommaso gedacht. Das italienische Fernsehen unterbrach sein Programm für die traurige Nachricht.

Der 17 Monate alte Junge war Anfang März aus dem Haus seiner Eltern entführt und nur eine halbe Stunde später getötet worden. Die Eltern hatten die Kidnapper wochenlang angefleht, dem an Epilepsie leidenden Jungen die notwendigen Medikamente zu geben. Am Samstag war die Leiche des Kindes bei einem Fluss nahe der Stadt Parmaentdeckt worden. Drei Verdächtige, zwei Männer und eine Frau, wurden festgenommen – einer von ihnen hatte als Maurer bei der Familie gearbeitet. Die drei wollten offenbar so schnell wie möglich Lösegeld erpressen, hatten das Kind aber dann erschlagen, weil es, wie einer der mutmaßlichen Täter sagte, zu viel geweint habe. Vermutlich hatten sie gefürchtet, das Schreien des Jungen könnte sie verraten.