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General Motors trennt sich von Finanzsparte

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General Motors trennt sich von Finanzsparte

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Der angeschlagene US-Autoriese General Motors speckt ab. Für knapp zwölf Milliarden Euro verkauft er seine Mehrheitsbeteiligung der lukrativen Finanzsparte General Motors Acceptance Corporation. Käufer ist ein Investorenkonsortium unter Führung von Cerberus Management.

GM-Vorstandschef Rick Wagoner kommt damit seinem Ziel näher, die Kosten des Konzerns unter Kontrolle zu bringen. General Motors versucht derzeit, mit Beteiligungsverkäufen und Personalabbau aus der Krise zu kommen. Bei einem Umsatz von 160 Milliarden Euro häufte der weltgrößte Autobauer im vergangenen Jahr Verluste von 8,9 Milliarden Euro an.

Von den 335.000 Beschäftigten will der Konzern viele Gewerkschaftsmitglieder durch Sonderprämien zum Weggang bewegen. Die nun abgestoßene Finanzsparte war bislang zwar sehr rentabel, allerdings waren die Gewinne zuletzt geschmolzen.

Trotz günstiger Finanzierungsbedingungen ging die Zahl der Käufer zurück, da die Kreditkosten in den USA insgesamt gestiegen waren. Grund für die Krise von General Motors ist die Absatzschwäche auf seinem nordamerikanischen Heimatmarkt zusammen mit einem ruinösen Konkurrenzkampf.