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Hochwasseralarm: Steigende Wasserstände in Tschechien und Deutschland

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Hochwasseralarm: Steigende Wasserstände in Tschechien und Deutschland

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Keine Entspannung in den tschechischen Hochwassergebieten: Die Regierung in Prag hat am Sonntag abend den Notstand für mehrere betroffene Regionen ausgerufen. Dieser soll vorerst bis zum 10. April gelten. Besonders kritisch ist die Lage im mährischen Kreis Olomouc, wo ein Moldaudamm brach und Teile der Altstadt überflutet wurden. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Ministerpräsident Paroubek befürchtet zudem eine Verschlimmerung der Situation durch die beginnende Schneeschmelze. Der tschechische Finanzminister schlug bereits vor, den Staatshaushalt um 170 Milliarden Euro aufzustocken, um die zu erwartenden Flutschäden bezahlen zu können.

In Deutschland stiegen die Wasserstände an der Elbe zuletzt nur mehr langsam an. Allerdings wird der so genannte Hochwasserscheitel erst für Dienstag erwartet. Hunderte Bewohner Dresdens verließen ihre Häuser und zogen aus Sicherheitsgründen zu Freunden oder Verwandten. Feuerwehrmann Matthias Schmidt rät zum Abwarten: “Wir haben alles getan, mehr konnte man nicht tun, jetzt kommt das Wasser und wir werden jetzt die Dinge auf uns zukommen lassen.” Dennoch ist die Lage ruhiger als bei der Jahrhundertflut 2002. Der sächsische Ministerpräsident erklärte, die Schäden seien nicht vergleichbar; zudem sei man weitaus besser vorbereitet. Sachsen erhält nun auch Hilfe von der Bundeswehr und aus anderen deutschen Bundesländern.