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Neue Ausschreitungen im Irak überschatten Besuch von Rice und Straw

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Neue Ausschreitungen im Irak überschatten Besuch von Rice und Straw

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Bei ihrem Besuch in Bagdad hat US-Außenministerin Condoleezza Rice den Druck auf die irakische Führung erhöht. Der Irak brauche eine Regierung, die die Milizen im Land entwaffne.

Rice und der britische Außenminister Jack Straw forderten außerdem, die Verhandlungen über eine neue Regierung endlich abzuschließen – drei Monate nach der Parlamentswahl. Der umstrittene Ministerpräsident Ibrahim Al-Dschafari gilt als das Haupthindernis: “Wir sollten und werden nicht sagen, wer irakischer Ministerpräsident sein soll oder wer irakischer Präsident sein soll. Aber eins steht fest: Es muss sehr bald feststehen. Die internationale Gemeinschaft hat ein Recht darauf, einen veranwortungsvollen Politiker auf dem Posten zu erwarten.” Mehr als achtzehn Menschen wurden unterdessen in den vergangenen Stunden im Irak getötet – mindestens zehn von ihnen bei einem Autobombenanschlag auf eine schiitische Moschee in Bagdad. Die irakische Polizei meldete unter anderem die Ermordung einer schiitischen Familie. Der Anschlag ereignete sich in Dora, einem der gefährlichsten Stadtteile Bagdads.