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Neuer Streiktag in Frankreich

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Neuer Streiktag in Frankreich

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Der französische Premierminister Dominique de Villepin hat sein Kabinett einberufen, um über den umstrittenen Ersteinstellungsvertrag CPE zu diskutieren. Trotz des teilweisen Einlenkens von Präsident Jacques Chirac steht Frankreich vor dem fünften nationalen Streik- und Protesttag gegen den Abbau des Kündigungsschutzes. Chirac hatte gefordert, die in der Reform vorgesehene Probezeit für junge Arbeiitnehmer auf ein Jahr zu halbieren und es dem Arbeitgeber zur Pflicht zu machen, eine Kündigung in dieser Zeit zu begründen.

“Für uns lohnt sich eine Diskussion nicht,” so Gewerkschaftssekretär Jean Claude Mailly. “Es muss endlich alles auf den Tisch, auch die Änderungen.” Die Schüler- und Studentenorganisationen sowie die Gewerkschaften riefenfür Dienstag erneut zu zahlreichen Proteste auf. “Wir sind offen für Verhandlungen,” sagt Studentensprecher Bruno Juillard, “aber nur unter zwei Bedingungen. Wir müssen sicher sein, dass der Vertrag nicht in den nächsten Tagen umgesetzt wird, und wenn wir verhandeln, dann nicht über Änderungen, sondern nur über eine Streichung des Vertrags.” Die Gewerkschaften und Studentenorgansisationen hoffen mit den für Dienstag geplanten Aktionen an die erfogreiche Mobilisierung vom 28. März anzuknüpfen, als etwa zwei Millionen Menschen auf die Strassen gegangen waren.