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Thailändische Paralamentswahlen: großer Anteil an ungültigen Stimmen

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Thailändische Paralamentswahlen: großer Anteil an ungültigen Stimmen

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Nach den Neuwahlen in Thailand weitet sich die politische Krise im Land aus. Laut vorläufigen Ergebnissen gaben viele Wähler ungültige Stimmzettel ab – wie von den drei großen Oppositionsparteien gefordert. Der umstrittene Regierungschef Thaksin Shinawatra war durch wochenlange Massenproteste gezwungen worden, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen. Ihm wird Vetternwirtschaft und Korruption vorgeworfen.

Thaksin kündigte vor der Wahl an, zurückzutreten, falls seine Thai-Rak-Thai-Partei nicht die Hälfte der Stimmen erhält. Mit einem Endergebnis wird zwar erst am Abend gerechnet, laut politischen Beobachtern könnte es sehr knapp für den millionenschweren Regierungschef werden. Das Verfassungschaos ist bereits abzusehen, da der Wahlboykott für viele leere Sitze im Parlament sorgen wird. Besonders viele Protestwähler gab es im Süden Thailands, der regelmäßig von separatistischen Unruhen erschüttert wird. Gestern gingen dort vor Wahllokalen drei Bomben hoch, mehrere Sicherheitskräfte wurden verletzt.