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Thailands umstrittener Regierungschef beansprucht Sieg für sich

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Thailands umstrittener Regierungschef beansprucht Sieg für sich

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Nach der von der Opposition boykottierten Parlamentswahl in Thailand hat Regierungschef Thaksin Shinawatra den Sieg für sich beansprucht. Etwa 16 der 30 Millionen Wahlberechtigten hätten für seine Partei gestimmt, sagte Thaksin. Zugleich kündigte er an, eine unabhängige Kommission ins Leben rufen zu wollen. Sollte diese seinen Rücktritt fordern, so werde er das tun. Die Opposition hatte die Wahl boykottiert und ihre Anhänger zur Abgabe ungültiger Stimmzettel aufgerufen.

Inoffiziellen Ergebnissen zufolge geriet die Partei des Regierungschefs vor allem in der Hauptstadt Bangkok unter Druck. In der Mehrheit der Wahlkreise soll es vor allem ungültige Stimmzettel gegeben haben. Diese überwiegen angeblich auch im Süden des Landes, der traditionell eine Hochburg der Opposition ist. In nahezu einem Zehntel aller Wahlkreise wird nun mit Nachwahlen gerechnet. Thaksin, dem Korruption und Vetternwirtschaft vorgeworfen werden, war durch wochenlange Massenproteste gezwungen worden, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben.